Im Dialog mit Wilma

Neue Chatbot-Funktion für den Pepper-Roboter

Dialogorientierte Informationsvermittlung in der Bibliothek

Die Tablet-App von Wilma, dem Pepper-Roboter in der Bibliothek, wurde umfassend erweitert. Ein modernisiertes Backend, Sprachsteuerung mit Audio-Erkennung und Sprachausgabe sowie die aktuelle Anbindung an die ChatGPT-API machen den Roboter zu einem interaktiven digitalen Ansprechpartner.

Der neue Chatbot ist in die bestehende Wilma-App integriert und wurde technisch überarbeitet. Im Zuge der Weiterentwicklung wurde nicht nur die Chat-Funktion selbst ergänzt, sondern auch das Backend der Anwendung erneuert und erweitert, um zukünftige Funktionen leichter anbinden und Inhalte flexibler verwalten zu können.

Chatbot direkt in die Wilma-App integriert

Der Chatbot ist fester Bestandteil der Tablet-App des Pepper-Roboters. Nutzer können direkt über die grafische Oberfläche Fragen stellen und Antworten erhalten, ohne eine separate Anwendung öffnen zu müssen. Dadurch fügt sich der Chatbot nahtlos in das bestehende Bedienkonzept ein.

Die Oberfläche ist bewusst einfach und zugänglich gestaltet. Neben der klassischen Texteingabe unterstützt die Anwendung auch eine dialogische Nutzung per Sprache. Informationen werden kontextbezogen bereitgestellt und bestehende App-Funktionen direkt mit dem Chatbot kombiniert. Die Interaktion für unterschiedliche Zielgruppen ist somit deutlich intuitiver gestaltet.

Technische Erneuerung des Backends

Ein zentraler Bestandteil der Weiterentwicklung war die Überarbeitung des Backends der Wilma-App. Die bestehende technische Grundlage wurde modernisiert und funktional erweitert, um den Anforderungen einer KI-gestützten Chat-Anwendung gerecht zu werden.

Wilma-App in der Bibliothek

Das neue Backend übernimmt unter anderem die Kommunikation zwischen Benutzeroberfläche, Spracherkennung, Sprachausgabe und externer KI-Schnittstelle. Gleichzeitig schafft es die Voraussetzung dafür, weitere Inhalte, Antwortlogiken oder externe Dienste künftig einfacher zu integrieren.

Durch diese Erneuerung wird die Wilma-App insgesamt wartbarer, flexibler und besser erweiterbar. Das ist besonders wichtig, da Anwendungen auf Robotik-Plattformen häufig mehrere technische Komponenten zusammenführen müssen – von Eingabe- und Ausgabesystemen bis hin zu Webdiensten und Dialoglogik.

 

Sprachsteuerung: Audio-Erkennung und Sprachausgabe

Ein wesentliches Merkmal des neuen Systems ist die Verbindung von Audio-Erkennung und Sprachausgabe. Fragen können nicht nur über das Tablet eingegeben, sondern auch gesprochen werden. Die Eingaben werden verarbeitet und anschließend in eine Chat-Anfrage überführt.

Die Antwort des Chatbots wird danach nicht nur auf dem Bildschirm angezeigt, sondern kann zusätzlich akustisch ausgegeben werden. Dadurch wird der Pepper-Roboter zu einem deutlich natürlicheren Gesprächspartner. Die Interaktion wirkt weniger wie eine klassische Formulareingabe und mehr wie ein direkter Dialog.

Gerade in öffentlichen oder demonstrativen Einsatzszenarien erhöht dies die Aufmerksamkeit und verbessert die Zugänglichkeit. Nutzerinnen und Nutzer können Informationen nicht nur lesen, sondern unmittelbar hören. Das unterstützt einen lebendigen, niedrigschwelligen Zugang zur Mensch-Roboter-Interaktion.

Aktuelle Anbindung an die ChatGPT-API

Für die Generierung der Chat-Antworten ist Wilma derzeit an die ChatGPT-API angebunden. Dadurch kann der Roboter flexibel auf unterschiedlich formulierte Fragen reagieren und natürlichsprachliche Antworten erzeugen.

Die Nutzung einer externen KI-Schnittstelle erlaubt es, klassische fest definierte Antwortbäume zu erweitern und den Dialog deutlich offener zu gestalten. Nutzer können Fragen freier formulieren. Das verbessert die Benutzererfahrung und macht den Chatbot vielseitiger einsetzbar.

Die aktuelle Architektur ist dabei so ausgelegt, dass Antworten kontextbezogen erfolgen und thematische Einschränkungen auf bestimmte Wissensgebiete gesetzt sind  hochschuleigenen Informationsquellen berücksichtigt werden.

Mehrwert für Präsentation, Service und Forschung

Mit Wilma entsteht nicht nur ein technisches Demonstrationsobjekt, sondern ein praktisches Beispiel dafür, wie Robotik, Sprachverarbeitung und KI sinnvoll zusammengeführt werden können. Der Chatbot eignet sich besonders für:

  • den Einsatz bei Präsentationen und Veranstaltungen,
  • die interaktive Begrüßung von Gästen,
  • die Vermittlung von Informationen in Ausstellungen oder auf dem Campus,
  • die Erprobung sprachbasierter Mensch-Roboter-Interaktion.

Damit verbindet das Projekt technische Innovation mit konkretem Anwendungsnutzen. Wilma kann Informationen auf zeitgemäße Weise bereitstellen und gleichzeitig als sichtbares Beispiel für digitale Entwicklungen im Hochschulumfeld dienen.

 

Ausblick

Die aktuelle Umsetzung bildet die Grundlage für weitere Ausbaustufen. Durch das modernisierte Backend und die integrierte Chat-Architektur ist Wilma künftig offen für zusätzliche Funktionen, neue Inhalte und weiterführende KI-gestützte Anwendungen. Der Pepper-Roboter entwickelt sich damit mehr und mehr zu einem interaktiven Assistenzsystem, das Sprache, Bildschirmoberfläche und KI-Dialog in einer Anwendung vereint.